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Funktionsbekleidung - was sie genau kann und warum

Funktionsbekleidung - was sie genau kann und warum

Ganz ehrlich, wir sind schon generell recht verwöhnt. Wunderbare Golfclubs um die Ecke, individuelle Informationsmöglichkeiten ohne Ende, in allen Varianten Konsum-Optionen, die uns persönlich genau stehen, Beratungskompetenz persönlich per Mausklick – und nun auch noch das:  Alle Basics, die wir schon immer (oder nie) über Funktionsbekleidung im Golf (aber nicht nur) wissen wollten.

Damit wir zuerst Klartext reden: 3 Grundsäulen machen moderne Funktionsmaterialien aus: Schweißabtransport, Atmungsaktivität mit rascher Trocknung und Isolation, beziehungsweise Schutz vor äußeren Einwirkungen. Diese Ingredienzien sind im Outoorbereich unverzichtbar für unsere Gesundheit, Konstitution und unser Wohlfühlen. Wetterresistenz in jeder Form und Temperaturausgleich sind die Zauberwörter für entspannte Golfrunden unter allen Wetterbedingungen

Funktionsbekleidung - was sie genau kann und warum 

Der Körper – ein heikles System

Jeder Körper ist anders. Personen mit größerer Muskelmasse frieren im Allgemeinen weniger als andere. Das erklärt auch, warum Frauen zumeist eher frieren als Männer. Aber auch die generelle physische Konstitution und ganz persönliche Empfindung wirken sich auf das Wohlbefinden aus. Wenn zwei Personen bei gleichen Wetterbedingungen identische Kleidungsstücke tragen, kann deren individuelle Wahrnehmung dennoch um gute 10°C voneinander abweichen. Bei Bewegung produziert der Körper Wärme. Wird zu viel Körperwärme erzeugt, startet der Abwehrmechanismus des Körpers und man beginnt zu schwitzen. Schweiß mindern, aber nicht verhindern – so lautet das Motto für moderne Funktionswäsche – also die je erste Schicht am Körper. Bisher war man davon ausgegangen, Körperwärme und Schweiß beim Training möglichst schnell vom Körper abtransportieren zu müssen. Doch der Körper schwitzt nicht zum Spaß, die Schweißperlen erfüllen eine wichtige Funktion bei der Wärmeregulation: Sie verhindern, dass der Körper nicht überhitzt, indem der Schweiß auf der Haut verdunstet und so für Abkühlung sorgt. Wird der gesamte Schweiß aber sofort von der Haut weggeleitet, kann er nicht kühlen. Die Hautporen öffnen sich noch weiter, und die Schweißproduktion wird angekurbelt. Dadurch verliert der Körper mehr Flüssigkeit und kann im Ernstfall sogar überhitzen. Das ist der natürliche Körperhaushalt während wir uns bewegen und bis zu gewissem Maße ein Teufelskreis. Wenn sich Feuchtigkeit allzusehr staut, ist das einerseits unangenehm und produziert andererseits Temperaturschwankungen im Körper, die unserer Gesundheit, aber auch der Konzentration und der Konstitution schaden.

 

Wissen wo was – Multitasking in Klimazonen

Der Körper gleicht zudem einem großen Land mit unterschiedlichen Klimazonen, die auf sportliche Belastung, Wärme und Kälte unterschiedlich reagieren und auch verschieden stark schwitzen. In einer Klimazone kann es kalt und nass sein, in einer anderen wiederum gleichzeitig warm und trocken. Während bestimmte Zonen rasch auskühlen (z.B. Arme, Oberschenkel, Knie und Waden), produzieren andere schon nach kurzer Zeit überschüssige Wärme wie Kopf und Oberkörper. Schultern, Brust und der Rückenbereich sind besonders sensibel auf übermäßige Abkühlung, schwitzen rasch und sind gleichzeitig besonders ausgesetzt. Auch die Beine sind als Temperaturfühler nicht zu unterschätzen, sie machen 30% der gesamten Körperoberfläche aus. Das bedeutet: Der Körper, beziehungsweise die umgebende Kleidung muss die verschiedenen Klimazonen individuell regulieren, um seine Normaltemperatur von 36.5 °C zu halten, und das ist noch dazu bei Frauen und Männern teils recht unterschiedlich.


Funktionsbekleidung - was sie genau kann und warum

Isolierung – Separation rules

Es sind nicht die Textilien selbst, die uns wärmen, sondern die von der Kleidung gespeicherte Luft. Die ursprüngliche Aufgabe von Garderobe ist es, zwei Systeme voneinander zu trennen, nämlich die Luftschicht rund um den Körper und das Umgebungsklima. Wenn sich vom Körper erwärmte Luftteilchen mit kälterer Außenluft mischen wird uns kalt. Das zu unterbinden ist es, was die isolierenden Fasern und Schichten in moderner Outdoor-Bleidung so besonders gut können. Diese Dämmung wird in den verschiedenen Funktionsfasern durch möglichst viel getrennten Stauraum für Luft-Moleküle erzielt. Im Nano-Bereich werden Faser-Querschnitte und Methoden zum Aufrauen benützt, um unzählige, schützende Luftkammern anzulegen ohne die Gewebe dick werden zu lassen. Jacken und Midlayers müssen also keinesfalls dick und unhandlich sein um Temperaturschwankungen effizient entgegenzuwirken. Der spezielle Faseraufbau und die (meist gering scheinende) Voluminosität der Stoffe bewirken hohe Isolierfähigkeit und Wärmespeicherung bei sehr geringem Gewicht und Volumen. So bleiben die Teile leicht, geräuscharm und ermöglichen dennoch größtmögliche Bewegungsfreiheit.

 

Feuchtigkeitsabtransport – vom idealen Körperklima

Reden wir über Schweiß. Kann Feuchtigkeit bei Überhitzung (und die entsteht notabene bei Anstrengung) nicht vom Körper abgeleitet werden, sammelt sich diese in hautnahen Schichten und kann sich bei absinkender Wärmeproduktion (also etwas weniger Anstrengung) unangenehm oder gesundheitsschädigend auswirken. Genau hier setzt gute Funktionswäsche und -kleidung zuallererst an: Überschüssige Feuchtigkeit (aber nicht zwingend die ganze) so gut und rasch als möglich vom Körper wegzubringen. Andere Materialen wie z.B. Baumwolle nehmen Wasser vom Körper auf, speichern sie und bilden so eine Sperrschicht für weiteren Dampf. Funktionsfasern sind darauf spezialisiert, Feuchtigkeit nicht aufzunehmen, sondern zu absorbieren und abzuleiten. So wird garantiert, überschüssige Wärme mehr produziert, was den gesamten Feuchtigkeits- und Temperaturhaushalt stabilisiert und die Atmungsaktivität der Gewebe sicherstellt. Dass die verwendeten Materialien gleichzeitig trocknen weil die Feuchtigkeit nach außen dringen kann versteht sich insofern von selbst. Dazu kommt in nahezu allen Fällen von guten Golf-Bekleidungsanbietern, dass alle körpernahen Kleidungsstücke extrem bequem zu tragen sind. Ein hoher Stretch-Anteil ermöglicht quasi 3D Belastung ohne Einschränkungen.

Funktionsbekleidung - was sie genau kann und warum

Veredelungen & Ausrüstungsverfahren – invented to make you feel good

Um Materialeigenschaften und den Gebrauchswert der Textilien für den Einsatzzweck zu optimieren werden verschiedenste Methoden angewandt. Die einzelnen Arten der Behandlungen wollen wir an dieser Stelle nicht gesondert aufzählen, wir können aber versichern, dass nahezu alle aktuellen Stoffe und Textilien in irgendeiner Form chemikalisch behandelt sind. Die Ausrüstungsverfahren sind im groben in chemische, mechanische und thermische Ausrüstungen unterteilt – die Anwendungsgebiete dazu sind so eindrucksvoll wie vielfältig.

 

Fasern

Für’s Allgemeinwissen: Unterschieden wird in der Bekleidungstechnik zwischen Naturfasern und Chemiefasern. Naturfasern gibt es auf pflanzlicher (Zellulose) und tierischer (Eiweiß) Basis, zu den pflanzlichen gehören Baumwolle, Leinen (Flachs) und Ramie, zu den tierischen verschiedene Wolle, Mohair, Angora, Kaschmir, Alpaka und Seite. Bei Chemiefasern gibt es die Unterscheidung zwischen Fasern auf Zellulose-Basis wie Viskose, Modal, Acetat und Lyncell, auf Fasern auf Synthese-Basis wie Polyester, Polyamid, Polyacryl, Polyurethan und Elastan. Nun sind vor allem in der letzten Dekade die Vorurteile gegen chemische Fasern aufgrund der Undiskutierbarkeit ihrer Vorteile zwar weniger geworden, dennoch bestehen sie noch immer, und ein Teil unserer Aufklärungsarbeit bei Simply Golf soll darin bestehen, sie mit den Details dazu vertraut zu machen. Naturfasern wie Baumwolle und Merinowolle- oder Merino-Mix-Gewebe werden im Outdoor-Bereich zwar hier und dort noch verwendet, verlieren ihren Hero-Status aber bis auf wenige Ausnahmen zunehmend, weil sie simpel mit den Möglichkeiten und dem Tragekomfort der Chemiefasern nicht mehr mithalten können.

Funktionsbekleidung - was sie genau kann und warum

Die im Golf gebräuchlichsten Veredelungen:

°Antimikrobiell: Gegen Hautpilze und schweißzersetzende Bakterien (Körpergeruch)

°Antibakteriell: Silberionen, die Keime absorbieren um keimabtötend zu wirken

°Antischmutz: vermindert Schmutzanhaftung, fördert Schmutzablösung & Reinigung

°Nanotechnologie: Das ist die Schlüsseltechnologie des 21.Jahrhunderts. Das Hauptthema sind selbstreinigende Oberflächen, Haupteinsatzgebiet ist Schmutzabweisung

°Antipilling: gegen Knötchen & Flusenbildung bei mechanischer Einwirkung

°Filzfrei: Verhindert das Verfilzen von Wolle

°Weichmachung: für Geschmeidigkeit, weichen Griff und Scheuerfestigkeit bei tendenziell spröden Materialien

°Einlauf- und Knitterschutz: Sanforisieren nennt man die Ausrüstung gegen einlaufen beim Waschen und Knittern

°Pflegeleicht: rasches Trocknen, kein Einlaufen, kein Knittern

°Bessere Feuchtigkeitsaufnahme: Hydrophilierung, damit kann Feuchtigkeit besser aufgenommen und abgeleitet werden

°Wasserabweisung: Besonders für Jacken und Hosen

°Imprägnierung: Genereller Gewebsschutz, oft mittels Parafinen, Kunstharzen und Silikonen – permanenter Schutz nur mit Fluorcarbonausrüstungen

 

Die im Golf gebräuchlichsten Effekt-Ausrüstungen:

Diese Verfahren steigern die Funktion der Textilien. Langanhaltende Microkapseln aus der Nanotechnologie werden dazu im Textil verankert.

°UV-Schutz: Die Kleidung dient als Schutzschild vor ultravioletter Strahlung durch Sonne – nach Standard 30+

°Breeze: Der Stoff nimmt Gerüche wesentlich langsamer an und verlangsamt die Mikrobenbildung

°Antihaft: Nanotechnologie um Flüssigkeiten und Verschmutzungen abperlen zu lassen, die Textilien durchnässen nicht, sind atmungsaktiv und trocknen schneller

°Natürliche Pflegestoffe: Aloe Vera, Jojoba Öl oder andere natürliche Pflegestoffe werden in die Textilie eingebracht

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Wind-Chill – wenn’s noch kälter wirkt

Besondere Aufmerksamkeit in der Isolation kommt dem „Wind-Chill Effekt“ zu. Die warme, dünne Luftschicht rund um unseren Körper wird weggeblasen, sobald der Wind stärker weht. Die gefühlte Temperatur wird sofort deutlich geringer als die effektive Außentemperatur. Mit atmungsaktivem Windschutz lässt sich also wesentlich effektiver wärmen als mit einer zusätzlichen Isolationsschicht. Hierfür werden durchwegs sehr dichte Gewebe oder Membrane verwendet. An dichten Materialien prallt der Wind ab, während sich die kleineren Wasserdampf-Moleküle mittels des ihnen eigenen Dampfdrucks nach außen schummeln können. Bei mikroporösen Membranen verliert sich die Kraft des Windes in mikrofeinen Verästelungen ähnlich einer Hecke, der Dampfdruck nach außen funktioniert aber gleich. Meist werden die extrem kompakten Obermaterialien, die das Eindringen von Wind und Kälte verhindern mit elastischen Membranen gefüttert, die die Schweißabsorbtion ermöglichen und für große Bewegungsfreiheit sorgen. Die Obermaterialien sind mittlerweile, vor allem bei guten Anbietern, weich, geräuscharm, bequem und knitterfrei.

 

Regen und Schmutz – Sicher nicht

Regen- und Schmutzschutz funktionieren ebenfalls nach dem Prinzip der mikroporösen Gewebe und Membrane. Dampfmoleküle werden von innen nach außen durchgelassen während die größeren Wassertropfen und Schmutzpartikel nicht eindringen können. Nanotechnologie (elektronenmikroskopisch raue Faser-Oberflächen) und hochwertige, luftdurchlässige Imprägnierungen, die jede einzelne Faser ummanteln, schützen effektiv und nachhaltig. Die meisten Anbieter unterscheiden zwischen regendicht und regenabweisend – den Unterschied hier macht die Wassersäulen-Resistenz aus. Bei Kleidungsstücken wird der Widerstand gegen Wasserdruck angegeben. Ein Produkt (Kleidung oder Schuh) gilt ab 800mm Klasse 2 wasserdicht, ab 1300 mm Klasse 3 Wasserdicht, ab einer Wassersäule von 4.000mm kann man davon ausgehen dass man trocken bleibt, die meisten guten Golf-Functionwear-Anbieter fangen ab 20.000mm über Wasserdichtheit zu reden an. Dazu kommen verschweißte, wasserabweisende Nähte und extra Beschichtungen. Auch die Dauer der Wassereinwirkung wird oft angegeben, in der Größenordnung von 20.000g/qm in 24 Stunden ist man auf der Golfrunde schon echt sicher vor dem nass werden. Dazu kommt, dass die im Golf eingesetzten Textilien und Membranen zusätzlich warm, weich, geräuscharm und pflegeleicht gleichzeitig sind. Kein einfaches Unterfangen, aber wir sind mittlerweile erfreulicherweise gerade daran gewöhnt. Dazu kommt die Schmutzabweisung. Durch die Schutzbehandlungen gegen Flecken bleiben die Stoffe der Top-Anbieter dennoch atmungsaktiv und langlebig, können gewaschen und getrocknet werden, enthalten keine gefährlichen Chemikalien uns sind hautverträglich.

Funktionsbekleidung - was sie genau kann und warum

Geruch, UV-Strahlung & Insektenbisse – die absoluten No Go’s

Die gewindeförmige Struktur vieler Polyamid-Mikrofasern, sowie spezielle Veredelungstechniken garantieren neben der hohen Atmungsaktivität und Verdunstungsfähigkeit in vielen Fällen durch antibakterielle Beschichtungen auch die Vorbeugung gegen Geruchsbildung und durch innovative Filter (Titan-Beschichtungen) Schutz gegen UV-A und UV-B-Strahlen. Dazu werden bei den meisten Golf-Sommer-Kollektionen mittlerweile nahezu alle Teile mit Mückenschutz-Ausrüstung geliefert. Der Aufbau der Gewebe, beziehungsweise eingearbeitete Microkapseln, schützen gegen Insektenbisse nahezu jeglicher Art an den durch Kleidung geschützten Körperstellen.

 

Das Prinzip Leitung-Isolation-Schutz – von den Zwiebelschichten

Mehr darunter und weniger darüber oder doch dick darüber und weniger darunter? Das perfekte Layering für alle Golftage beginnt mit der richtigen Planung und der Einfachheit des Gesamt-Systems. Die Leitfähigkeit der hautnächsten Materialien muss natürlich in den darüber liegenden Schichten gewahrt bleiben. Die meisten der angebotenen Funktionsteile im Golf sind perfekt vorbereitet für die Aufgabe, die sie jeweils übernehmen sollen. Daher ist die aktuelle Golfmode auch so praktisch: Über ein atmungsaktives Polo, jetzt im Winter perfekt kombiniert mit einem darunter gezogenen wärmenden, leitenden Funktions-Shirt, reicht leicht, wenn es nicht deutlich unter 5° Celsius hat, um sich mit einer darüber gezogenen windabweisenden, leichten, aber performanceorientierten und warmen Jacke warm und geborgen zu fühlen. Wenn’s besonders kalt ist kommt dazwischen eine Midlayer-Schicht (ein dünner Pulli, Sweater oder Weste), die sich dünn anfühlt, aber eine Menge kann, für optimales Wohlfühlen. Für Menschen, die weniger frieren, sind natürlich Gilets (Westen), die ohne Arme auskommen und dennoch den Rumpf perfekt schützen eine sensationell gute Alternative. Sollte aktuell Golf im Schnee oder frühmorgens angesagt sein, können (nicht lachen!) lange Unterhosen, meist mit perfekter Passform und perfekten Voraussetzungen um das Körperklima zu regeln ausgestattet , die perfekte Wahl (für Frauen wie Männer) sein.

 

Grundsätzlich gilt – Tragekomfort rules

Alle beschriebenen Vorteile kommen natürlich nur dann zur Geltung, wenn Ihnen Ihre Kleidungsstücke körperlich wie emotional gut passen. Die Vorbereitungen der allermeisten Anbieter an Funktionskleidung lassen nichts mehr zu wünschen übrig als Ihr persönliches Wohlfühlen damit. Sollten Sie ein abgrundtiefer Verfechter von Baum- oder Merinowolle sein – bitte bleiben Sie dabei. Für alle anderen User gilt: Mit einer kurzen Beratung im Golfshop Ihres Vertrauens können Sie quasi nichts falsch machen. Alle aktuell angebotenen Golfbekleidungs-Teile von namhaften Anbietern sind, auch im gesamten Outdoor-Bereich mittlerweile selbstverständlich angewandten Performancelevel, von herausragender Qualität und lassen nichts zu wünschen übrig. Die individuell passendste Zusammenstellung obliegt dennoch Ihnen persönlich.

 

Pflege
Funktionsbekleidung mit Membranen, wie die oft auch die im Golf eingesetzte Gore-Tex® Mebrane, sollte mindestens 1x pro Saison gewaschen werden um das Verstopfen der Poren zu verhindern. Da bei jedem Waschgang etwas von der Imprägnierung verloren geht, müssen bestimmte Punkte beachtet werden, um die Funktionsfähigkeit der Bekleidung zu erhalten.

Waschen
Ein spezielles Waschmittel für Funktionsbekleidung (wie z.B. von TokoNikwax ...) reinigt Funktionskleidung möglichst schonend. Weichspüler darf nicht verwendet werden. Ein zusätzlicher Spülgang kann helfen, möglichst alle Waschmittelrückstände, die die Poren verstopfen können, auszuwaschen. 
Bei jedem Waschgang wird die Funktionsbekleidung etwas weniger wasserabweisend. Das heißt zwar nicht, dass man nass wird, aber das Material kann nicht mehr richtig atmen, weil es sich mit Wasser vollsaugt. Allzu häufiges Waschen sollte daher vermieden werden. Um den mechanischen Abrieb zu verringern, vor dem Waschen die Innenseite der Kleidung nach außen drehen sowie Reiß- und Klettverschlüsse immer schließen.

Imprägnierung
Die Imprägnierung kann nach dem Waschen - oder sobald sie ihre Funktion verliert - mit Wärme reaktiviert werden. Dazu einfach mit einem normalen Haartrockner das Kleidungsstück eine Weile von außen föhnen. Wenn die Kleidung für den Trockner geeignet ist (siehe Etikett), kann man auch den Trockner verwenden. Auch durch eine neue Imprägnierung können die Eigenschaften erhalten werden. Dazu am besten ein geeignetes, silikonfreies Imprägnierspray verwenden. Zwar gibt es auch Imprägnierungen zum Einwaschen, aber die Sprays erzielen in der Regel bessere Ergebnisse. Auch diese Imprägnierung sollte man mit Wärme aktivieren. Durch Bewegung oder das Tragen eines Tragebags kann diese Imprägnierung mechanisch abgenutzt werden und sollte daher regelmäßig erneuert werden, spätestens, wenn das Wasser nicht mehr vom Material abperlt, sondern lediglich einen Wasserfleck erzeugt.

 

Was kann wer besonders gut?

Gängige Golf-Bekleidungshersteller und Ihre Ausrichtungen:

 

a) die Funktions-Leader:

Galvin Green: Best you can get in Sachen All-Weather-Performance – eigenes Layering-Sytem, European Ryder Cup Ausstatter, ausschließlich Golf – Funktionen wie niemand sonst

Kjus: super chic, sensationelle Performance in allen Funktionsteilen, besonders bequem, megaleicht, sportlich orientiert, alles was geht

Chervo: Breitband-super. Chicness für Golfplatz & City, dennoch alles, was Funktion zu bieten hat in jedem Teil, nahezu ungeschlagener Tragekomfort in allen Bereichen

 

b) die Style-Leader:

Bogner: Top-Ausrüstung, aus dem Skisport kommend, dennoch Fashion vor Funktion

JLindeberg: Passt alles, generelle Ausrichtung dennoch modischer als Performance-orientierter

Sportalm: Aus den Kitzbüheler Bergen mit 80 Jahren Skibackground, daher großes Wissen um Funktion, dennoch in den meisten Themen Style over Function

 

c) die Sportiven
Nike: Alle aktuellen Basic-Funktionen bei allen Teilen gegeben, und darüber hinaus. Gerade im Golf in Sachen Performance nicht Top-Leader, aber gehobene Mittelklasse

Under Armour: Jedenfalls in Sachen Performance-Wäsche perfekt aufgestellt, Überbekleidung aber kein Thema

Mizuno: sensationelle Performance-Wäsche, die Überteile sind Geschmackssache, Rainwear hervorragend

Adidas: Alle Basic-Performance- Ansprüche sind besonders gut abgedeckt, relativ günstig, dennoch im Top-Anspruch etwas hinten nach

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