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Die Geschichte der Frauen im Golf

Wie beginnt man eine Geschichte, die so viele Facetten hat wie die Geschichte der Frauen im Golfsport? Mit den aktuell immer noch andauernden Diskussionen und Aufregungen darüber ob Damen in speziellen Golfclubs Zutritt erhalten? Mit der fehlenden Literatur über das Thema generell? Mit den Entwicklungen und Einflüssen, die Frauen seit jeher in diesem Sport hatten? Mit heroischen Geschichten einzelner Golferinnen? Mit diskriminierenden Zitaten? Mit der atemberaubenden Einkommensschere im Profisport?

Die Geschichte der Frauen im Golfsport ist keine Geschichte voller Missverständnisse, sondern eine Geschichte voller Freude, Erfolg, Durchsetzungsvermögen, Selbstverständlichkeit und Hingabe. Wie auch im Männergolfsport. Insofern beginnen wir die Geschichte ganz normal, also vom überlieferten Beginn an.

 

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Katharina von Aragon

Die Frühgeschichte

Hätten viktorianische Historiker eine Geschichte des Damengolf geschrieben, hätten sie wahrscheinlich die Frauen des alten Sparta erwähnt, die bis im Alter von 12 Jahren gemeinsam mit Burschen Sport trainiert hatten. Laut der schottischen Golfhistorie schrieben die Historiker des 19. Jahrhundets die Erfindung des Golf Damen aus dem alten Griechenland zu, zumindest aber den Vorläufer des Golfballs. Ein Ball, ähnlich dem früher im Golf verwendeten ’Featherie‘, taucht in einem 1810 erschienen Buch über die Entwicklung der englischen Sportarten auf, erfunden von einer jungen Dame aus Korfu für das Spiel mit der ansässigen Prinzessin Nausica, einem Charakter aus Homer’s Odyssee. Unabhängig von der Nachvollziehbarkeit dieser Überlieferung, ist es durchaus vorstellbar (mit einer 50/50 Chance nämlich) dass das Spiel und der zugehörige Ball von Frauen erfunden wurde. Dass athletische und ’Mann gegen Mann‘ Sportarten zu Trainingszwecken eher Männern zugeschrieben werden, während mehr spielerische Varianten wie Tennis und Golf der Möglichkeit, sich Freizeit zu vertreiben, wie sie höfische Damen in Fülle hatten, zuzuschreiben sind, gilt jedenfalls als unbestritten.

1513: Katharina von Aragon, der geschiedenen Königin von Henry VIII, wird die erste schriftliche Erwähnung von Damengolf zugeschrieben. Sie erwähnt in einem Brief an Kardinal Wolsey „...,I thank God, to be busy at the golf“. Diese Worte sind allerdings umstritten, da Experten über die Schreibweise und Kalligraphie meinen, dass eventuell nicht Golf, sondern ’Scotts‘ (Schotten) gemeint war.

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Mary, Königin von Schottland

1567: Mary, Königin von Schottland, die als erste „echte“ Golferin gilt, war angeblich dem Spiel verfallen. Während Ihrer Regentschaft wurde St. Andrews gebaut, sie machte sich Feinde, weil die große, athletische Frau in Frankreich Golf spielen war statt sich um Staatsangelegenheiten zu kümmern. Angeblich wurde sie 1967 nur wenige Tage nach dem Mord an ihrem zweiten Gemahl beim Golfen gesehen statt zu trauern. Des Hochverrats an Königin Elisabeth I angeklagt wurde sie geköpft. Sie prägte auch den Ausdruck ’Caddie‘, weil sie Ihre Assistenten ’Kadetten‘ nannte.

 

1795: The Fishwives. In Musselburgh spielten Frauen, die in der Fischindustrie arbeiteten, in der Freizeit Golf und Fußball. Überliefert bleibt dies von einem englischen Reverend und Minister, der selbst Golfer war. Zu Sylvester 1811 wurde ein Wettbewerb unter den Damen ausgetragen, bei dem wertvolle Preise zu erspielen waren: Ein Fischkorb und seidene Taschentücher. Auch die Weberinnen im nahen Dirleton spielten offenbar regelmäßig Golf, leider bleiben die Identitäten der Damen unbekannt.

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Ladies Golf Club of St.Andrews

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts – Golf breitet sich aus

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Golf neben Schottland auch in England für Damen salonfähig, die ersten Damenclubs wurden gegründet und es war keineswegs unüblich, auch männliche Mitglieder aufzunehmen. Der soziale Aspekt des Golfs war eine der Hauptmotivationen für die Gründung solcher Vereine. Für viele junge Damen war Golf eine der raren Möglichkeiten, geeignete Männer individuell in einer ehrbaren Umgebung kennenzulernen. Auch aus Frankreich stammen erste Überlieferungen, Fotos zeigen den Club in Pau 1856 mit Damen auf dem Herrenkurs, ein Damenkurs wurde dort 1877 installiert.

 

1867: Der „Ladies Golf Club of St.Andrews“ wurde gegründet, der erste reine Damen-Golfclub. Bis Mitte des 19.Jahrhunderts gab es ein Putting Grün für Caddies neben dem 17. Loch in St. Andrews und Damen begannen dort zu spielen bevor sie erst deutlich später das Recht hatten auch den Old Course zu betreten. 1855 bespielte Mrs. Wolfe-Murry regelmäßig den Kurs mit zwei Schlägern, dies wurde öffentlich kritisiert und diskutiert. 1867 begann eine ganze Gruppe von Damen in St.Andrews zu spielen, oder zumindest zu putten, unterstützt von vielen Herren des Clubs. Initial ’St. Andrews Ladies Golf Club‘, und bis heute ’Ladies Putting Club of St. Andrews‘ genannt, hatte der Club bereits 19 Jahre später 500 Mitglieder.

Zur selben Zeit entstand in North Berwick der älteste bestehende Damen-Kurs. Der zugehörige Club wurde 20 Jahre später gegründet und bis 1935 waren ausschließlich die Damen zuständig für die Miete, das Greenkeeping und das Clubhaus.

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Westward Ho!

1868: In Westward Ho!, einem Club, der in Südost-England eröffnet wurde, fand wahrscheinlich der erste Damenwettbewerb statt. Begleitet von „Gentlemen Caddies, glänzend in scharlachroten Uniformen“, spielten die Damen das Turnier. Was die Damen trugen ist leider nicht überliefert. Die Regeln legten fest, dass nur ein Schläger, ein Putter, verwendet werden darf, und dass mit Strafschlägen rund um Büsche, Bunker und Straßen gedroppt werden darf.

 

1873: Carnoustie – der erste unabhängige Damengolfclub. Die ersten Jahre des Clubs wurden zwar noch mit einem männlichen Sekretär bestritten und die Damen waren abhängig von der finanziellen Unterstützung der männlichen Mitglieder, doch 1886 wurde die erste weibliche Sekretärin gewählt und der Club wurde unabhängig. 1895 schließlich wurde das erste Damen-Clubhaus fertiggestellt. Herren durften nur in weiblicher Begleitung auf den Damenplatz.

In den folgenden Jahren entstanden viele Frauengolfplätze, wobei die meisten Kurse nicht den heutigen glichen. Aus Aufzeichnungen wissen wir, dass ein Durchschnitt von 3 als guter Score galt, daher ist abzuleiten, dass die Plätze heutigen Par 3 Kursen ähnelten. Was nicht heißt dass die Kurse einfach zu spielen waren.

 

1891:  Auch in den USA drängten die Frauen in den Golfsport. Der Shinnaecock Hills Golf Club auf Long Island, NY, öffnete seine Türen für Damen, bereits zwei Jahre später eröffnete der Club eigene 9 Loch für Frauen aufgrund des großen Andrangs.

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Isette Pearson

Die LGU und das heute noch existente Handicap-System

 

1893: Circa 200 Golfclubs existierten knapp vor der Jahrhundertwende in England und Schottland, davon 63 Damenclubs (1888 waren es erst 10 gewesen). 10 dieser Clubs trafen sich im April 1893 im Grand Hotel in London um die Ladies Golf Union zu gründen, ein Jahr vor der Gründung der amerikanischen Men’s Golf Association, und einige Jahre bevor die R&A (Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews) die Kontrolle über die Golfregeln übernahm. Weitere 9 Clubs traten im ersten Jahr des Entstehens bei. Auch die Irish Ladies Golfing Union formierte sich 1893.

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Lady Margaret Scott

1896: Die LGU führte das erste sinnvolle Handicap-System ein. Davor war die Verwaltung der Handicaps komplett chaotisch und von Club zu Club stark unterschiedlich. Im Speziellen wurde Miss Issette Pearson zur treibenden Kraft hinter der Entwicklung der LGU und des Handicap-Systems für Damen und Herren.

Drei Spielstärken, zwingende Scorecards und eine reglementierte Herangehensweise wurden etabliert und durch ’Handicap advisers‘ in den verschiedenen Golfclubs durchgesetzt. Ebenfalls 1893, im Anschluss an die Gründung der LGU, wurde die erste British Open Amateur Championship ausgetragen. Auf dem kurzen 9Loch Kurs traten 38 Spielerinnen gegeneinander an, erst nach der Jahrhundertwende wurden auch die Damenturniere auf den langen Herrenplätzen ausgetragen. Lady Margaret Scott gewann das Turnier mit 42 Schlägen für 9 Loch. Das Spiel der autodidakten Golferin war hochgelobt, sie war bekannt dafür bis zu 130 yards (119m)  driven zu können, eine eindrucksvolle Distanz für das Damengolf zu dieser Zeit.

1895: Die ersten US Damen Championships wurden ausgetragen. Das Zählwettspiel wurde von Mrs. Brown mit einem Score von 132 für 18 Loch gewonnen. An diesem Ergebnis im Vergleich zur englischen Championship Siegerin (42 Schläge für 9 Loch) sieht man, wie überlegen die Engländerinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Ausübung ihres Sports waren.

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Margaret I. Abbot

1900: Bei den zweiten Olympischen Spielen der Neuzeit in Paris durften Damen in nur drei Disziplinen antreten: Tennis, Krocket und Golf. Insofern war das Golfspiel zu jener Zeit durchaus Vorreiter der Gleichberechtigung. Die Amerikanerin Margaret I. Abbot gewinnt die Goldmedaille mit 47 Schlägen für 9 Loch und wird so die erste amerikanische Olympiasiegerin. Sie erfährt aber wegen schlechter Organisation zeitlebens nichts von ihrem olympischen Sieg, in der Annahme es wäre ein beliebiges Turnier gewesen. An Verwandte berichtet sie: „Die anderen Damen missverstanden offenbar die Natur des Spiels und kamen in High Heels und engen Röcken.“ Eine von Abbot’s Konkurrentinnen war ihre eigene Mutter, die 65 spielte – das letzte Mal dass eine Mutter und Tochter zur selben Zeit am gleichen Event teilnahmen.

 

1910: Dorothy Campbell gewann als erste Dame sowohl die Britischen, als auch die amerikanischen Championships, das Finale wurde von 18 auf 36 Loch ausgeweitet.

 

1917: Das Women’s Tournament Commitee of the USGA wurde gegründet (die USGA – Professional Golfers Association of America - formierte sich ein Jahr davor).

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Joyce Wethered

Die Zwischenkriegszeit

Nach dem ersten Weltkrieg startete die Britin Cecil Leitch ordentlich durch. Vier mal gewann sie die British Championships, immer im harten Konkurrenzkampf gegen Joyce Wethered. Diese beiden Damen brachten das Damengolf auf einen neuen sportlichen Level und lösten einen neuerlichen Golf-Boom aus. Das Equipment wurde besser, die Athletinnen wurden jünger und während der 30er Jahre wurden die Hickory Schäfte durch Stahlschäfte ersetzt, was für ständige neue Rekorde sorgte. Die British Championship waren mit Abstand das wichtigste Golfturnier, neue Qualifikationskriterien und eine Startfeldbeschränkung wurden eingeführt, mit den neuen Reisemöglichkeiten konnten ab nun auch Nationenturniere ausgetragen werden. Das berühmteste dieser Turniere wurde 1932 erstmals gespielt, der Curtis Cup. Immer noch alle zwei Jahre treten Spielerinnen aus Amerika gegen Großbritannien und Irland in diesem renommierten Amateurturnier an. Anders als im Solheim Cup wurde das Starterfeld nie auf weitere europäische Länder ausgedehnt (wie auch beim Walker Cup bei den Herren). Einige große Golf-Damen wie die charismatische Pamela Barton wurden Seriensiegerinnen und Stars, die erste Profi-Golferin war Helen Hicks. 1934 gab es zwar noch keine Professional-Turniere, aber sie verdiente ihr Geld ausschließlich als Testimonial für Wilson-Western Sporting Goods, die damals führende Schlägermarke. Bereits 1938 wurde das Women Golfer’s Museum in London gegründet (womengolfersmuseum.com >).


 

Die 50er Jahre

Die Nachkriegsjahre waren weltweit von Entbehrungen gekennzeichnet. Reisen und Golf waren dem entsprechend eingeschränkt und es dauerte eine Weile bis die Standards der 1930er Jahre wieder hergestellt waren. Vor allem zwei Spielerinnen, die bereits vor dem Krieg von sich Reden machten, setzte das Damengolf wieder auf die Landkarte: Patty Berg und Babe Didrickson-Zaharias. 1947 gewann sie als erste Amerikanerin die British Ladies’ Open Amateur und wurde ein Jahr später Pro.

 

1950: Babe Zaharias war auch die erste Dame, die bei einem Herrenturnier, den Los Angeles Open, teilnahm, und gründete, gemeinsam mit anderen Frauen 1950 die Ladies Professional Golf Association (LPGA), heute der älteste Sportverein der USA. Mit 82 gewonnenen Turnieren und 11 Major-Gewinnen bleibt sie eine der strahlendsten Figuren im Frauengolf. Auch Lady Astor, Präsidentin der LGU von 1939 bis 1960, wurde zu einer der Triebfedern des Sports. Die Britin stiftete eine Trophäe, die Commonwealth Trophy (jetzt Astor Trophy), für ein Turnier, das seitdem alle vier Jahre stattfindet. Bis in die 60er Jahre sollten diese Damen das Golf entscheidend mitprägen.

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Die 60er Jahre

1960 wurde die erste LPGA Teaching Division gegründet, 1961 gewinnen Mickey Wright und Barbara Romack ein Match auf einem Par 3 Kurs in Las Vegas gegen Arnold Palmer und Dow Finsterwald, gespielt wurde von den selben Tees. Im Jahr 1963 wurde das erste Damenturnier im Fernsehen ausgestrahlt, die US Women’s Open und 1964 entwarf das erste weibliche Mitglied der renommierten ’American Society of Golf Course Architects‘ , Alice Dye, alle Damenabschläge im Crooked Stick Golf Club. In Europa waren Belle Robertson und Mary McKenna zwei der herausragendsten Spielerinnen der 1960er, 70er und 80er Jahre. 1976 wurde schließlich die Ladies British Open Championship, eines der Damen-Majors, erstmalig ausgetragen, Amateurinnen und Profis durften gleichermaßen antreten.

 

Die 70er Jahre

In den 70er Jahren kamen erstmalig größere Summen ins Damengolf. 110.000 Dollar wurden beim Colgate Dinah Shore Turnier (heute ANA Inspiration, eines der Damen-Majors) ausgespielt. 1977 beschließt die PGA Tour of America nach einer Wahl auch weibliche Mitglieder aufzunehmen, und 1978 schreibt Nancy Lopez Geschichte. Sie gewinnt in ihrer ersten Pro-Saison fünf Turniere hintereinander, neun insgesamt, und wird die erste Frau, die mit den Auszeichnungen für ’Rookie of the Year‘ und ’Player of the Year‘ geehrt wird. 1979 wird schließlich die Women’s Golfers Association gegründet, 1989 wird der Name dann in Women’s Professonal Golfers European Tour geändert,

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Kathy Whitworth

Die 1980er Jahre

Während dieses Jahrzehnts dominiert Kathy Whitworth das Damengolf. Sie gewinnt 1981 den 83. Sieg in einem LPGA Turnier und bricht damit Mickey Wrtight’s Rekord von 82 Siegen und ist damit die erste Frau, die mehr als eine Million Dollar gesamt verdient. 1985 übertrifft sie diesen Rekord mit ihrem 88.Gewinn und hält so den All-Time Rekord an offiziellen Turniersiegen für Herren und Damen bis dato. 1988 setzt sich Damengolf schließlich auch in den Printmedien durch, die erste Ausgabe des ’Golf for Women‘ Magazines erscheint.

 

Die 1990er Jahre

1990  gewinnt Juli Inkster das erste professionelle Golfturnier, bei dem Damen und Herren gegeneinander gleichberechtigt antreten, das Invitational Pro-Am in Pebble Beach, mit einem Schlag Vorsprung. Im selben Jahr wird der Solheim Cup gegründet, das weibliche Pendant zum Ryder Cup. Amerika gegen Europa heißt es fürderhin alle zwei Jahre, immer noch eines der prestigeträchtigsten Turniere im Damengolf. 14:9 steht es aktuell für Amerika, 2017 wird das Turnier im August in Iowa ausgetragen, 2015 war Deutschland (St. Leon-Rot) Gastgeber. Die LPGA Foundation wurde 1991 gegründet, um Juniorprogramme und Ausbildung für junge Frauen zu ermöglichen, auch heute noch eine wichtige weltweite Triebfeder im Frauengolf. 1996 gelangen Frauen zwei weitere wichtige Schritte in Richtung golferische Gleichberechtigung: Judy Bell wird die erste Präsidentin der USGA (United States Golf Association) und leitet die Geschäfte im üblichen Zwei-Jahres-Vertrag. Im selben Jahr verdient Karrie Webb erstmals eine Million Dollar in einer Saison. 1997 schließlich gibt es erstmals mehr als 1000 Frauen, die im Rahmen der PGA unterrichten und Club Professionals sind.

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Diana Murphy

Die 2000er Jahre

Zur Jahrtausendwende etabliert sich eine neue Generation von Golferinnen, die immer früher immer eindrucksvollere Karrieren machen. Allen voran Michelle Wie, die 2000 10jährig die jüngste Spielerin ist, die sich für ein USGA Event qualifiziert. Sie bricht die Schranken für viele weitere Spielerinnen, die ihrem Beispiel folgen. 2001 bricht ein gemischtes Match alle Fernseh-Rekorde: Annika Sorenstam und Tiger Woods spielen im ’Battle of Bighorn‘ gegen Karrie Webb und David Duval. Am 19.Loch setzen sich Sorenstam und Woods schließlich durch. Bis zum Jahr 2007 dauert es, bis einer der ersten Clubs, in denen Frauen zugelassen waren, St. Andrews, auch wirklich ein Damenturnier austrägt. Die British Open. Viele Themen, die angesichts dieser Geschichte keine große Geschichte mehr sein sollten, spielen sich in den letzten 7 Jahren ab. Erst seit 2012 gibt es im traditionellen Masters-Club Augusta weibliche Mitglieder, 2014 übernimmt erstmalig mit Suzy Whaley eine Frau die Position des ’Secretary of the PGA Board of Directors‘ ein, und wird danach PGA-Vizepräsidentin. Seit 2016 ist Diana M.Murphy, nach Judy Bell, die erst zweite Dame, die die Präsidentschaft der USGA innehält. Und schließlich setzen sich im Laufe der letzten 10 Jahre immer mehr außergewöhnliche Frauen mit immer größerem Selbstverständnis an die Spitze des Hochleistungs-Golf, brechen Rekorde und dominieren den Sport. Die wichtigsten Namen: Annika Sorenstam, Michelle Wie, Alexis Thompson, Paula Creamer, Lydia Ko, Inbee Park, ...

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Annika Sorenstam

Die Geschichte des Damengolfs war keine einfache. Sie war, wie viele andere Lebensbereiche von Frauen, geprägt vom Kampf gegen Diskriminierung und Kurzsichtigkeit. Wenn uns diese Geschichte etwas lehrt, so ist es, die Frauen zu ehren, die den Weg geebnet haben. Ihr Weg und ihr Spiel waren schwierig, oft ungewollt kämpferisch und unterschätzt. Als Frau unserer Zeit sollte man, hin und wieder, den Kampf um das Recht ohne Hindernisse auf den Golfplatz, in die Gremien, ins Management zu gehen, im Hinterkopf bewahren und ehren. Ein Kampf, der es wert war gekämpft zu werden und niemals aufgegeben wurde.

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