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beruehmte golfer

Berühmte Golf-Persönlichkeiten - Teil 1

Die schwierigste Frage beim Zusammenstellen einer Liste wie dieser ist es, wen auszulassen und wen vorzustellen. Hunderte Menschen, die die Welt geprägt haben, sind auch berühmt für ihre Liebe zum Golf. Allein sechzehn der letzten 18 amerikanischen Präsidenten spielten Golf, sollen sie alle erwähnt werden? Oder nur Frank Sinatra oder auch seine Rat Pack-Kollegen? Laurel und Hardy? Hepburn und Tracy? Und wie soll eine sinnvolle Reihung erfolgen? Aufgrund der vielen wunderbaren Optionen haben wir beschlossen, einfach alphabetisch zu beginnen und in den kommenden Wochen und Monaten die Liste weiter vorzustellen.

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Fred Astaire, 1899-1987

 

Der Tänzer, Sänger und Schauspieler lernte bereits als junger Bursche während eines Urlaubs 1914 Golf spielen. „Ich war so verrückt nach Golf, ich konnte Nachts nicht schlafen“ schrieb er später zur Vorbereitung seiner Autobiografie, „ich wollte unbedingt Golf Pro werden“. 1938 in seinem Film „Carefree“ mit Ginger Rogers schlägt Astaire offensichtlich routiniert Bälle während seines Step-Tanzes – eine reine Freude diese Szene zu betrachten:

Sein Heimatclub war der Bel-Air Country Club in Los Angeles, er spielte Handicap 10.

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Humphrey Bogart, 1899-1957

 

Der hart-zarte Schauspieler war Single Handicapper, sein Heimatclub war der Lakeside Golfclub, nicht weit von den Warner Brothers Sutdios in Los Angeles entfernt. Oft konnte man ihn mit dem Fahrrad beobachten, wenn er zwischen Aufnahmen rasch ein paar Loch spielte. Bogart war auch ein oft gesehener Zuseher bei den Los Angeles Open in Riviera, wo er meist unter einem Baum beim 12.Tee stand, und im Trenchcoat Bourbon aus einer Thermosflasche trank.

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George Bush Sen., geb. 1924

 

Der ehemalige Präsident uns sein Sohn George W. Bush (Handicap 15) kommen aus einer Golf-Dynastie, der auch zwei frühere Präsidenten der USGA angehörten. George Herbert Walker, Großvater von Bush sen., war 1920 USGA Präsident und stiftete den Walker Cup, einen internationalen Amateur Team Bewerb, der immer noch alle zwei Jahre abwechselnd in England/Irland und den USA ausgetragen wird. Prescott Bush, der Vater des späteren Präsidenten, war USGA 1935 USGA Präsident und ein hingebungsvoller Golfer. George Bush Senior ist, wie Ben Hogan auch, Linkshänder, der rechtshändig Golf spielt.

Über die Bush-Golf-Dynastie auf golfdigest.com >

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Al Capone, 1899-1947

 

Der berühmteste Gangster der Geschichte war kein sonderlicher Athlet, aber er liebte das Golfspiel. Oft zweimal wöchentlich besuchte er Burnham Woods, damals ein 9-Loch Kurs im Süden von Chicago. Sein Outfit bestand üblicherweise aus einem weißen Seidenhemd mit Monogramm, grauen Knickerbockers, einer diamantbesetzten Gürtelschnalle und einem Whiskeyfläschchen, das am Gürtel befestigt war. „Begleitet war er meist von 20 bis 25 Kerlen, er war ein anständiger Spieler, normalerweise mit Runden in den 80ern“; meinte Harry Pezzulo, eine Legende unter den PGA Pros über Capone, was als eventuell etwas freundlich eingestuft wird.

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Andrew Carnegie, 1835-1919

 

Während einer entspannten Runde in St.Andrew’s in Yonkers, New York, im Jänner 1901 und den anschließenden Drinks im Landhaus von Carnegie auf dem Platz, wurde der Verkauf der Carnegie Stahl Company an J.P.Morgan diskutiert. 840 Millionen Dollar, von denen über 225 Millionen an Carnegie gingen, machten ihn zum reichsten Mann der Welt. Er verbrachte seine verbleibenden Jahre damit, das Geld auszugeben, vornehmlich mit dem Bau von Bibliotheken und Schulen („Wer reich stirbt, stirbt in Ungnade“ meinte Carnegie einst). In Schottland, auf Skibo Castle, das er 1898 gekauft hatte, lies er einen Golfplatz bauen und verbrachte die meiste Zeit dort. Carnegie war ein fanatischer Golfer. „Golf ist das einzig seriöse Business im Leben“ ist einer der Aussprüche, die von ihm stammen.

 

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Winston Churchill, 1847-1965

 

Der große, abstammungstechnisch halb amerikanische, Politiker ist für sehr vieles berühmt, Er war Held, großer Redner, Schriftsteller, Maler und war in seinen  jüngeren Jahren eifriger Golfer. Als „First Lord of the Admirality“ vor Beginn des ersten Weltkrieges war er regemäßig im Walton Heath Club außerhalb Londons zu Gast. Dort spielte er regelmäßig mit dem damaligen Premier, H.H.Asquith und dessen Tochter, Violet Bonham Carter. „Die Diskussion gewichtiger Themen stört regelmäßig Herrn Churchill’s Konzentration auf dem Platz, ganz zu meiner Freude“, ist von ihr überliefert. Auch auf seinen Reisen spielte der Politiker regelmäßig. 1913 wurde er während einer Runde mit seiner engen Freundin Maxine Elliott, einer amerikanischen Schauspielerin, in Cannes fotografiert. Eine Notiz zu diesem Foto von Churchill’s Sohn Randolph beschreibt das Golf seines Vaters: „Er schaffte es nicht, seinen Kopf unten zu lassen und verpatzte so seine Drives. Er war nicht sonderlich talentiert, daher hat er das Golf aufgegeben.“

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Sir Arthur Conan Doyle, 1859-1930

 

Der Erfinder von Sherlock Holmes war ein Enthusiast. Er war Boxer, Fussball und Rugby-Spieler, ein exzellenter Kricket-Spieler, einer der ersten Skifahrer, Ballonfahrer und ein sehr seriöser Golfer. Der Single-Handicapper spielte rund um den Globus. In Kanada, Amerika, Südafrika, Ägypten und überall in Europa. Während einer Erkrankung seiner Frau in der Schweiz, markierte er sich zum Beispiel einen eigenen Golfplatz auf freiem Gelände um zu spielen. „Der Hund von Baskerviilles“ entstand während eines Golf-Trips an Englands Ostküste 1901 und er war in seinen späteren Jahren Club-Kapitän in Crowboroughs Beacon. Als sein Sohn, Kingsley, im ersten Weltkrieg eingezogen wurde, machte der Schriftsteller, der an viele spirituelle Themen wie ein Leben nach dem Tod glaubte, eine Abmachung mit ihm: Sollte etwas passieren würden sie einander wieder auf dem vierten Grün des Clubs treffen. Kingsley starb im Krieg und sein Vater wurde noch Jahre danach dort wartend gesehen.

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