Golf House Blog

alles im griff

Alles im Griff

Der Golf-Griff ist eine der wichtigsten Schlägerkomponenten. Die Auswahl ist groß, persönliches Empfinden und individuelle Voraussetzungen prägen die Wahl des richtigen Griffes

 

alles im griff

 

Weich oder hart, mit viel Feedback oder dämpfend, mit rauher oder glatterer Oberfläche, griffig für Regenwetter und trockene Hände oder lieber smoother fürs Wüstengolf. So vielfältig wie die Vorlieben ist auch das Angebot an Golf-Griffen. Die Kriterien für das Anschaffen Griffes beginnen bei der Handgröße und Fingerlänge. Im Golf-Fachhandel ist es üblich, vor Anschaffung neuer Griffe für Hölzer, Eisen und Putter ein ausführliches Gespräch über die persönlichen Vorlieben zu führen sowie das Fitting durchzuführen, bevor die Wahl auf ein Modell fällt. Neben der richtigen Größe (angegeben durch den Core Size, den Innendurchmesser des Griffes in Inch) ist das Material und das Gewicht ausschlaggebend. Die Größen für Griffe reichen von Junior, Undersize (für Damen und schlanke Herrenhände), Standard über Midsize bis zu Jumbo (Oversize)-Griffen.

Die Eigenschaften der verschiedenen Griffe sind so vielfältig wie die eingesetzten Materialien. In Cord-Griffen werden Baumwollfäden eigearbeitet, die führ mehr Haftung und Feuchtigkeitsmanagement sorgen, ideal für feuchtes Wetter, MultiCompound Griffe sind Hybrid-Griffe, die durch die Zusammensetzung ihrer Gummi- und Elastomermischungen für perfekte Schlag-Eigenschaften sorgen. Dabei konzentriert sich das Material im Bereich der oberen Hand auf perfekte Kontrolle im Abschwung und die Anpassung an die Wetterkonditionen, im unteren Bereich wird Wert auf perfekten Feel gelegt. Darüber hinaus gibt es Spezial-Themen wie Arthrose-Griffe, die durch eigene Noppen für besseres Gefühl und mehr Grip sorgen und das Schließen der Hände unterstützen, SpielerInnen, die ohne Handschuhe spielen, bevorzugen zumeist weiche Elastomer-Griffe.

Die Material-Oberflächen und die Festigkeit des Griffes sind in den meisten Fällen die ausschlaggebenden Kriterien für die richtige persönliche Wahl. Stärker gerippt oder glatter, gewickelt oder auch durchgehend, um Druckstellen oder Reibung auf dem Handballen und den Fingern zu reduzieren – das persönliche Empfinden muss immer tonangebend bei der Wahl der bevorzugten Griffe sein.

Die Wahl für den richtigen Putter-Griff ist in den meisten Fällen komplett unabhängig von den restlichen Schlägern. Hier geben Kontrolle und Feel ganz klar den Ton an. Umso wichtiger ist es beim Putter-Griff, verschiedene Modelle auszuprobieren, bis die Haptik perfekt zum Empfinden passt.

Das essenziellste Thema rund um Griffe ist der regelmäßige Wechsel. Abgegriffen, durchgeschwitzt und zusammengedrückt hilft der ehemals beste Griff dem Spiel keinesfalls. Die Materialien altern, Sonneneinstrahlung, Hitze, Schmutz und Fett tragen dazu bei, dass die Haftfähigkeit nachlässt und der Schläger schon mal durch die Finger rutscht. Neue Griffe auf den Lieblingsschlägern sorgen für das angenehme Gefühl, neue Schläger zu spielen, die Schwungmechaniken und Handgelenksbewegungen stimmen wieder, während alte Griffe dazu verführen, den Schläger fester zu halten und die Hände  und Arme zu verspannen. Darüber hinaus sind die Zeiten vorbei, da alle Griffe schwarz und monoton waren. Die Farbigkeit der Golf-Griffe bietet Abwechslung und sorgt für modische Statements. Das Investment, öfter mal die Griff-Farbe des Drivers oder Fairwayholzes zu tauschen, ist absolut überschaubar und macht Spaß.

Die Faustregel besagt, dass es ratsam ist, die Griffe einmal jährlich zu wechseln, natürlich abhängig von der Spielfrequenz, aber nicht nur. Auch Griffe, die selten benutzt werden, verlieren ihre Materialeigenschaften mit der Zeit. Die aktuelle Zeit vor Saisonbeginn ist perfekt um über Ihre persönlichen Griff-Vorlieben nachzudenken.

 

Vor der Entscheidung für Ihren neuen Griff sollten Sie folgende Kriterien überlegen:

1) Schönwettergolfer oder Irland Fan?
Das Feuchtigkeitsmanagement des gewählten Materials ist ausschlaggebend für die richtige Stabilität im Schwung. Dazu gehört natürlich auch die Erfahrung, ob Schwitzen der Handflächen eine Rolle spielt oder nicht.

2) Differenziertes Shot-Shaping und Stabilität oder maximaler Komfort und Vibrationsdämpfung?
Die Stärke der Vibrationen, die an die Handflächen rückgemeldet werden, sind ebenfalls Geschmacksache. Softere Griffe absorbieren mehr Vibrationen, härtere Griffe vermitteln maximales Feedback.

3) Streichelweich, zart und haftfreudig oder glatt und erbarmungslos?
Die Oberflächenbeschaffenheiten reichen von weichen, spürbaren Strukturen bis zu komplett straighten und extrem feinen Maserungen.

Golf Pride (Weltmarktführer unter den Griff-Herstellern) über die Frequenz des Griffwechsels:

Fragen und Antworten über Golf-Griffe:

<< zurück zur Übersicht

< Beitrag zurück          Beitrag vor >